Die Grischunaflöhe entstanden durch Fusion zwischen den Bungertflöhen (Gründung 1975) und der Grischunagaschi (Gründung 1977). Damals wurde auf dem Calandabräu-Areal, bei der Barit Baubedarf, bei Bauern und/oder bei der Weber AG gebaut. Grösstenteils bestand diese Clique aus Mitgliedern des Fussballvereins Grischuna. Wegen zu wenigen Mitgliedern in beiden Cliquen, kam es im Sommer 1997 zur Fusionierung. Zur Präsidentin der ersten Stunde wurde damals Renata Stefanoni, langjähriges Mitglied der Grischunagaschi gewählt. Mit dieser Fusion entstand eine Familienkligge. Das heisst, dass die Grischunaflöhe nun seit da auch zahlreiche Kinder am Fasnachtsumzug auf dem Wagen haben. Das Besondere an unserer Clique ist, dass alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten vertreten sind, vom Schüler bis zum Geschäftsführer. Anfangs Oktober beginnt für uns die Fasnacht mit der ersten Sitzung. Dort wird das Thema bestimmt und bei der Fasnachtvereinigung eingegeben. Unter anderem wird auch die Jahresabrechnung vorgelegt und die paar wenigen Fränkli Mitgliederbeitrag eingezogen. Danach folgen noch zwei Sitzungen, bei denen die genaue Gestaltung des Wagens und der Kostüme besprochen werden. Im Januar ist es dann so weit. Der Startschuss zum ersten Wagenbau. Wir haben das grosse Glück seit 2012 auf dem Areal und in den Räumlichkeiten der Giesserei Chur AG bauen zu können. Grundsätzlich werden die Männer für den Wagenbau und die Frauen für die Kostüme eingeteilt. Da die Kostüme immer weniger Handarbeiten verlangen, helfen die Frauen den Männer beim Bemalen und Schmücken des Wagens. Insgesamt haben wir jedes Jahr zwischen drei bis vier Bausamstage. Am Freitagabend vor dem Fastnachtsumzug werden die letzten Feinschliffe gemacht und die Soundanlage wird montiert. Der ganze Wagen wird danach von der Präsidentin oder dem Präsidenten abgenommen. Der ganze Wagen wurde auch schon am Freitagabend vor dem Umzug, auf Wunsch einer langjährigen Präsidentin, umgestrichen. Anschliessend geht die ganze Clique auf einen Schlummertrunk, was auch schon bis in die frühe Morgenstunde gedauert hat. Nach ein paar wenigen Stunden Schlaf, ist es dann endlich soweit. Der grosse Umzug steht vor den Stadttoren. Am Fasnachtsamstagmorgen vor dem Umzug treffen wir uns ab 9.00 Uhr gestaffelt um uns zu schminken. Beim Wagen oder in Restaurants an der Kasernenstrasse warten wir dann auch auf den Startschuss um 14.00 Uhr. Die Aufregung steigt von Minute zu Minute. Denn um 14.00 Uhr ist es so weit, der Wagen rollt los und verschiedene Guggenmusiken geben ihr Bestes. Leider ist der Umzug viel zu schnell vorbei, die gut zwei Stunden empfindet man als kurzen Augenblick. Nach dem Umzug gehen ein paar wenige von uns den Wagen abbauen. Der Rest geht in die Altstadt den Fasnachtsabend einläuten. Um 19.00 Uhr treffen sich alle in einem ausgewählten Restaurant zum gemeinsamen Abendessen. Danach ziehen die Grischunaflöhe durch die Gassen von Chur, um die Churerstrassenfasnacht zu geniessen. Eine Woche nach dem Umzug treffen wir uns alle wieder bei der Giesserei Chur AG um den Wagen für den Winter flott zu machen. Damit die Clique auch ausserhalb der Fasnachtszeit den Zusammenhalt fördert, haben wir jedes Jahr einen Abschlussabend, welcher von unserer Vergnügungschefin oder unserem Vergnügungschef geplant wird. Für alle Grischunaflöhe war die Fasnacht schon immer etwas Spezielles und eine willkommene Abwechslung zum tristen Alltag. Fasnächtler die bei den Grischunaflöhen aufgenommen werden, erleben und geniessen die Fasnacht aus einer anderen Sicht als manch andere. Sie können ganz neue Erfahrungen sammeln, nur schon die Diskussionen bis man ein gutes Thema gewählt hat, ist sehr speziell. Ganz dem Motto „Fasnacht beginnt schon jetzt“. Doch jetzt heisst es in die Churerstrassenfasnacht einzutauchen und dem fröhlichen Narrentreiben frönen bis am Aschermittwoch.